Tauchen in Bergflüssen
DSC00574_160.jpgnicht nur Fluss-, sondern Bergfluss-Tauchen vom Feinsten Nun endlich, nach langer Zeit, hat es nun wieder einmal geklappt.Mit Freunden – das sind Marcia (Nichttaucher), Susanne, Patrick und Winfried - Tauchen im Tessin.Tauchen im Tessin bedeutet in aller Regel Tauchen in den Bergflüssen  Verzasca und Maggia.
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So auch an diesem Wochenende. Verzaubert von der mediterranen Schönheit dieser Region in der Schweiz, unternahmen wir als ersten unseren Tauchgang am Wolfsrachen in der Maggia bei Bignasco.Da ich diesen Tauchplatz schon einige Male betaucht habe, war mir klar, dass es eine elende Schlepperei werden wird. Wohl wissend, dass eben genau diese Schlepperei durch eine wunderbare Klarheit des Wassers und durch die eindrücklichen Felsformationen in diesem Fluss belohnt werden würde. Aber zuerst kommt mal die Keucherei, bei der ich die schlechteste Figur abgebe. 
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Aber wie das nun eben mal so ist im Leben. Nichts ist so beständig wie das Unvorhergesehene. Und dieses Unvorhergesehene ging schon los am Parkplatz, der gerade in Renovation von der Gemeinde gesperrt war. Das wiederum bedeutete einen geeigneten neuen Parkplatz suchen. Nun ja, gefunden war er denn auch recht schnell, jedoch recht weit, um sich und seine Ausrüstung zum Flussabstieg zu bringen. Und es kam wie es kommen musste, die Schlepperei nahm kein Ende. Zum Fluss hinab war das Eine, der zwangsläufig folgende „Aufstieg“ war das andere, was mir eher Kopfzerbrechen machte.
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Aber egal, erst einmal hinein ins kühle Nass und das Tauchen geniessen. Wer schon mal im Wolfsrachen getaucht hat, weiss, dass es hier zwei „Töpfe“ gibt, in denen getaucht wird, wobei der zweite „Topf“ nur zu Fuss über glatte, ausgewaschene, kreuz und quer liegende Felsbrocken zu erreichen ist. Das bedeutet, dass nach dem ersten „Topf“ man sich selbst und die gesamte Ausrüstung ca. 100m Flussaufwärts schleppen muss. Hört sich easy an, täuscht aber gewaltig. Wie gesagt – aufpassen – ein Fehltritt und man liegt auf hartem Stein und bricht sich womöglich noch die Haxen. Also aufpassen und alles ohne Hast und Eile angehen. Hier ein paar Bilder zu den Einstiegen. 
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Allen Schwierigkeiten zum Trotz, unternahmen wir gemeinsam den Abstieg, tauchten gemütlich durch den ersten „Topf“, hievten uns aus dem Wildwasser, balancierten, rutschten, krochen und kräuchten irgendwie zum zweiten „Topf“ und genossen diese einmalige Klarheit, umgeben von unbeschreiblichen Felsformationen. Der Rückweg bis zur Ausstiegsstelle war soweit etwas einfacher. Zum guten Schluss mussten wir alle nochmals unsere Kräfte mobilisieren, um den Aufstieg vom Fluss zur Strasse zu bewältigen. Sieht ohne Tauchgerödel relativ einfach aus, erfordert aber einiges an Kondition. Patrick erleichterte mich von der Fotokamera und trotzdem hatte ich doch einige Keucherei hinter mich zu bringen bis ich auf der Strasse stand. Alles in allem ein super schöner Tauchgang mit körperlichem Tiefgang.

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Der nächste Tauchgang führte in die Verzasca. Besser gesagt zum Tauchplatz Posse 3. Dort angekommen, musste erst einmal eine Portion Energie in Form von gutem Essen im angrenzenden Restaurant Posse eingenommen werden. Denn schliesslich stand uns nun auch wieder ein verheissungsvoller Tauchgang mit leicht alpinistischem Abstieg bevor. Einen kleinen Eindruck vermitteln die folgenden Bilder. An allen Tauchplätzen ist der Abstieg über grosse Gesteinsmassen immer wieder eine heikle Angelegenheit. Vorsicht und sich Zeit lassen. Dann passiert auch nichts. 

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Also zuerst einmal die super Mega-Atom-Pizza eingeschoben, dann wieder in die halb nassen Tauchklamotten rein und los gings. Ich muss gestehen, nicht nur meine Hände schwitzten. Heil unten am Fluss angekommen starteten wir auch hier wieder einen glasklaren Wildwasser-Tauchgang. Die Strömung hielt sich in Grenzen, so konnten wir mit relativ wenig Kraftaufwand gegen die Wassergewalt ankämpfen. Am nächsten Tag folgten dann die bekannteren Tauchplätze unter der Römerbrücke und der Posse 2 (der zweite Tauchplatz am Restaurant).
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Zugegeben – zwei Tauchgänge an einem Tag mit diesen doch recht beachtlichen körperlichen Anstrengungen sind genug für Körper und Geist. Da darf zum Abschluss ein richtiges italienisches Gericht nicht fehlen. Tauchgänge wie diese in der Maggia und der Verzasca bleiben einfach unvergesslich. Wie man sieht...   
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Unvergesslich über wie unter Wasser.
Wie immer...
Euer Sharky

Anmerkung: noch mehr Bilder findet Ihr in der Bildergalerie auf dieser Homepage !